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Geberit AG: Sehr gute Resultate trotz Krise

Foto: Christian Buhl

Geberit meldet trotz COVID-19-Krise ein sehr gutes Geschäfts- und Finanzjahr. Das währungsbereinigte Umsatzwachstum führt man auf die starke Marktposition, ein erfolgreiches Krisenmanagement, einen bewussten Verzicht auf Kurzarbeit, um die Präsenz bei den Kunden auch während der Lockdown-Perioden nicht zu reduzieren, sowie auf eine rasche Umstellung auf digitale Kundenbetreuung zurückzuführen. Dank der nochmals gesteigerten, hohen Profitabilität gelang es, die Position als führender Anbieter von Sanitärprodukten weiter zu festigen und nach eigenen Angaben Marktanteile zu gewinnen. Der konsolidierte Nettoumsatz nahm im Jahr 2020 um 3,1% auf 2986 Mio. CHF ab. Dieser Rückgang setzt sich aus Wachstum in lokalen Währungen von 1,3% und einem negativen Fremdwährungseffekt von 4,4% zusammen. Das Betriebsergebnis (EBIT) legte um 2,0% auf 772 Mio. CHF zu; die EBIT-Marge betrug 25,8% (Vorjahr 24,5%). Das Nettoergebnis reduzierte sich um 0,7% auf 642 Mio. CHF, was zu einer Nettoumsatzrendite von 21,5% führte (Vorjahr 21,0%). Je Aktie ergab sich ein leicht unter dem Vorjahr liegender Gewinn von 17.95 CHF (Vorjahr 17.97 CHF). Der Free Cashflow konnte trotz negativer Währungseffekte um 11,4% auf 717 Mio. CHF gesteigert werden. Der Generalversammlung wird eine gegenüber dem Vorjahr um 0,9% auf 11.40 CHF erhöhte Dividende vorgeschlagen.

Unterschiede in den einzelnen Märkten

Im Gesamtjahr 2020 stieg der währungsbereinigte Nettoumsatz in Europa um +2,0%. Die einzelnen Länder und Märkte entwickelten sich je nach Stärke und Dauer des Lockdowns in der Bauindustrie im Frühling sehr unterschiedlich. In Deutschland (+7,3%), Österreich (+5,0%), der Schweiz (+4,1%), Osteuropa (+3,2%) und den nordischen Ländern (+2,9%) waren die Baustellen nur bedingt eingeschränkt und der währungsbereinigte Nettoumsatz konnte im Gesamtjahr erfreulich zulegen. Aufgrund der in Belgien stärker eingeschränkten Bautätigkeit verblieben die Benelux-Länder auf Vorjahresniveau. Dagegen verzeichneten die von den Baustellenstopps am stärksten betroffenen Märkte Großbritannien/Irland (-15,7%), die Iberische Halbinsel (-10,9%), Italien (-8,3%) und Frankreich (-6,9%) auch nach zwölf Monaten nach wie vor deutliche Rückgänge beim währungsbereinigten Nettoumsatz. Weiterhin spürbar waren die negativen Einflüsse von COVID-19 in den Regionen außerhalb Europas, in Nahost/Afrika mit -14,1% und in Fernost/Pazifik mit -7,2%. In Amerika stieg der Nettoumsatz um +1,7%. Die nach wie vor bestehenden Unsicherheiten in Bezug auf die COVID-19-Pandemie und die fehlende Visibilität machen einen Ausblick sehr schwierig, wenn nicht unmöglich, so die Konzernleitung mit CEO Christian Buhl an der Spitze.