Das Wirtschaftsjournal
für die Gebäudetechnik

Endlich!

Seit einigen Wochen gibt es nicht nur das neue Gebäudemodernisierungsgesetz. Auch die neue BEG-Förderrichtlinie ist in Kraft – und das kam aufgrund des Zeitpunkts nicht nur überraschend, sondern war für das Fachhandwerk auch ein Ärgernis. Reflexartig haben vielleicht manche gedacht: Endlich!

Und dennoch passt dieses Vorgehen in das Gesamtbild der vergangenen Monate rund um das „Heizungsgesetz“. Nun ist das GModG da. Für die Branche ist entscheidend, und das wird aus den ersten Stellungnahmen deutlich, dass das Gesetz langfristig Bestand hat – ohne erneute politische Richtungswechsel. Verlässliche Förderbedingungen für die kommenden Jahre gehören ebenso dazu wie Planungssicherheit, trotz aller Kritikpunkte am neuen BEG.

Für das Fachhandwerk sowie den Haustechnik-Großhandel und die Industrie gilt es nun, mit den neuen Rahmenbedingungen erfolgreich zu arbeiten. Erfreulich ist, wie schnell auf verschiedenen Plattformen Förderrechner zur neuen Förderkulisse bereitgestellt wurden.

Dass die Wärmepumpe die Zukunft des Wärmemarktes ist, steht inzwischen unabhängig von Technologieoffenheit oder Grüngasquote außer Frage. Realistisch erscheinen inzwischen auch die Erwartungen, dass in diesem Jahr mehr als 400.000 Wärmepumpen in Deutschland installiert (in Verkehr gebracht) werden. Die vor dem 21. Juli nach den bisherigen BEG-Regeln gestellten Förderanträge zeigen das wachsende Interesse an dieser Technik. Der eigentliche Treiber dieser Entwicklung scheint dabei weniger die Politik zu sein als vielmehr die zunehmend schwer kalkulierbaren Kosten fossiler Energieträger. Eine ähnliche Entwicklung ist bei den Neuzulassungen von Elektroautos zu beobachten. Die Ursachen sind bekannt: Zum Redaktionsschluss war weder im Ukraine-Krieg noch im Nahen Osten ein Ende der geopolitischen Spannungen absehbar. Ein erstes Fazit, wie sich die neuen BEG-Richtlinien auf die Marktentwicklung auswirken, könnte im Oktober auf der Deutschen Wärmekonferenz vom 14. bis 15. Oktober gezogen werden. Und noch ein Terminhinweis: Auch das Sanitärgeschäft muss bei den Endkunden präsent bleiben. Am 19. September 2026 ist wieder Tag des Bades. Über all diese Branchenthemen informiert Sie die RAS in dieser Sommerausgabe.

Tel.: +49 211 9149-412, n.klein@krs-redaktion.de