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Geberit Geschäftsjahr 2020: Umsatzwachstum trotz Krise

Foto: Christian Buhl kann als Geberit CEO trotz Covid-19 für das vergangene Jahr gute Zahlen präsentieren. (Foto: Geberit)

Die Umsatzentwicklung der Geberit Gruppe war im Jahr 2020 durch die COVID-19-Pandemie und die negative Währungsentwicklung geprägt. Insbesondere im zweiten Quartal führten die COVID-19-bedingten Restriktionen in den Absatzmärkten zu einem deutlichen Umsatzrückgang, welcher im 2. Halbjahr aber kompensiert werden konnte. Demnach führten im zweiten Halbjahr Nachholeffekte, ein wieder zunehmender Lageraufbau beim Grosshandel sowie staatliche Konjunkturprogramme – allen voran die temporäre Mehrwertsteuerreduktion in Deutschland – zu einem starken Umsatzwachstum.

Der Umsatz in den einzelnen Ländern entwickelte sich je nach Stärke und Dauer des Lockdowns in der Bauindustrie im Frühling sehr unterschiedlich. In Deutschland (+7,3%), Österreich (+5,0%), in der Schweiz (+4,1%), in Osteuropa (+3,2%) und in den nordischen Ländern (+2,9%) waren die Baustellen nur bedingt eingeschränkt und der währungsbereinigte Nettoumsatz konnte im Gesamtjahr erfreulich zulegen.

Aufgrund der in Belgien stärker eingeschränkten Bautätigkeit verblieben die Benelux-Länder auf Vorjahresniveau. Dagegen verzeichneten die von den Baustellenstopps am stärksten betroffenen
Märkte Grossbritannien/Irland (-15,7%), die Iberische Halbinsel (-10,9%), Italien (-8,3%) und Frankreich (-6,9%) auch nach zwölf Monaten nach wie vor deutliche Rückgänge beim währungsbereinigten Nettoumsatz. Weiterhin spürbar waren die negativen Einflüsse von COVID-19 in den Regionen ausserhalb Europas, in Nahost/Afrika mit -14,1% und in Fernost/Pazifik mit -7,2%.

In Amerika stieg der Nettoumsatz um 1,7%. Der Nettoumsatz der Geberit Gruppe in Schweizer Franken im Jahr 2020 sank um 3,1% auf 2.986 Mio. CHF. Währungsbereinigt konnte dagegen ein Wachstum von 1,3% erzielt werden. Damit gelang es Geberit, den Umsatz trotz der Krise zu steigern und nach eigenen Angaben weitere Marktanteile zu gewinnen. Bei den Ergebnissen erwartet die Unternehmensleitung für das Geschäftsjahr 2020 eine operative Cashflow-Marge von rund 31 %. Jahresabschluss und Geschäftsbericht 2020 werden am 10. März 2021 veröffentlicht.